Informationen und Tipps für Armenien
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Beste Reisezeit für Armenien:
Mai bis Oktober
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Bitte beachten Sie die aktuellen Meldungen des Auswärtigen Amtes.
Visum
EU-Staatsangehörige können visumfrei nach Armenien einreisen und sich in Armenien bis zu 180 Tage pro Kalenderjahr aufhalten. Die Visafreiheit gilt für sämtliche Reisezwecke. Die Einreise muss unbedingt mit einem gültigen Reisepass erfolgen, die Vorlage eines Personalausweises ist nicht ausreichend.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.
Quelle: https://www.auswaertiges-amt.de/
Essen und Trinken:
Innerhalb der Stadt kann man überall, so gut wie jede Nase lang eine Snack-Bar, ein Cafe oder ein Restaurant finden. Im Stadtzentrum kann man überall essen. Hier findet man auch die verschiedensten Küchen, so zum Beispiel die armenische, georgische, arabische, europäische und chinesische oder auch indische. Die Preise sind sehr unterschiedlich. Im Allgemeinen kann gesagt werden, die Preise für ein gutes Essen in Yerevan sind niedriger als in Europa.
Die traditionelle armenische Mahlzeit beginnt mit einer großen Vorspeisenplatte, die u. a. aus gefüllten Paprikaschoten und Weinblättern (Dolma), eingelegtem Gemüse, Schafskäse, verschiedenen Sorten von würzigem Pökelfleisch (Basturma) sowie Stücken der stark würzigen Rindfleischwurst (Sudschuk) besteht.
Das Hauptgericht bereitet man gern aus Lammfleisch, das gegrillt oder als Schaschlik (Chorowaz) serviert wird.
Weitere Spezialitäten sind Lammsuppe (Bozbash), Lammeintopf, der oft auch Nüsse oder Pinienkerne enthält und Pizza mit Lammhackfleisch-Belag (Lahmajo).
Dann gibt es Gerichte aus Rindfleisch wie geschmortes Rinderherz oder Rinderleber (Tzhvzhik) oder gekochtes Rindfleisch mit Tomaten und Gewürzen (Chaschlama).
Harissa ist eine Suppe aus Hühnerfleisch mit Weizengraupen. Das Nationalgericht des Landes ist Chasch, ein Eintopf aus Kuh- oder Schaffüßen, die sehr lange gekocht werden.
Als eine ganz besondere Delikatesse gelten Ischkan-Forellen aus dem Sevan-See. Zu den Mahlzeiten wird hauchdünnes Fladenbrot (Lawasch) gereicht. Die landestypische Nachspeise besteht aus eingedicktem Traubensaft mit Nüssen. Eine andere Variante ist kandierter Pfirsich mit Nüssen (Alani). Sehr beliebt sind auch getrocknete Aprikosen aus dem Kaukasus.
Die Armenier trinken gern Kaffee, der stark, schwarz und in kleinen Tassen serviert wird. Als Erfrischungsgetränk bieten Verkäufer an Straßenständen sprudelnden, leicht fermentierten Traubensaft an.
Beliebt ist auch das armenische Bier (z.B. die Marken Kilikia, Kotayk und Erebuni).
Als besondere Spezialität gilt der einheimische Weinbrand, armenischer Wein hat ebenfalls Tradition.
Armenischer Cognac ist weltbekannt. Die beste Qualität liefert Yerevan Cognac Fabrik. Wein kann man in jedem Geschäft kaufen und auch direkt beim Winzer.
Wasser kann man in allen Lebensmittelgeschäften und Imbissständen kaufen, alles aus armenischer Produktion. Man kann aber auch ohne Gefahr im Hotel oder zu Hause Leitungswasser trinken. Es schmeckt und ist ohne Risiko. Man kann innerhalb der Stadt auf Straßen oder Plätzen Wasserspender, auf Armenisch pulpulak genannt, sehen. Diese kleinen, meist ein Meter hohen sprudelnden Wasserspender sind sehr beliebt und spenden sauberes und gehaltvolles frisches Wasser. Es ist kostenlos.
Feiertage:
1.-4. Januar (Neujahrsfeiertage)
5. Januar (Vorweihnachtstag)
6. und 7. Januar (armenische Weihnachten)
28. Januar (Tag der Armee)
8. März (internationaler Frauentag)
17. April (Tag nach der Auferstehung Christi)
24. April (Gedenktag der Opfer des Genozids)
1. Mai (Tag der Arbeit)
9. Mai (Tag des Friedens)
28. Mai (Tag der Republik)
5. Juli (Tag der Verfassung)
21. September (Tag des Unabhängigkeitsreferendums)
31. Dezember (Silvester).
Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juni bis Ende August.
Gastfreundschaft:
Die armenische Kultur ist extrem gastfreundlich. Geschenke oder Einladungen abzulehnen, kann als unhöflich gelten.
Respektieren Sie traditionelle Werte, insbesondere auf dem Land. Zurückhaltung bei kontroversen politischen Themen wird empfohlen.
Geld / Währung:
Die nationale Währung ist der armenische Dram, abgekürzt AMD. In Geschäften und Restaurants wird nur der armenische Dram angenommen. Es gibt keine Probleme mit dem Umtausch von ausländischen Währungen in AMD. Es gibt viele Wechselstuben innerhalb der Stadt, auch Supermärkte betreiben eigene Wechselstuben und haben den Vorteil eines 24 Stunden Service. Beim Umtausch ist kein Pass erforderlich.
In größeren Geschäftszentren und Restaurants bzw. Cafes werden auch Kreditkarten akzeptiert.
In verschiedenen Banken und auch bei Geldautomaten kann man Geld abheben.
Internet / Telefon:
Der Ländercode ist 00374, der Stadtcode für Yerevan ist 10.
In Armenien ist der Internetzugang weit verbreitet, und das Land verfügt über ein flächendeckendes 4G/LTE-Netz. Für Reisende ist eine eSIM die bequemste Option, um teure Roaming-Gebühren zu vermeiden. Alternativ können Sie physische SIM-Karten direkt am internationalen Flughafen oder in Städten erwerben.
In der Hauptstadt ist öffentliches WLAN in Cafés, Restaurants und vielen Parks problemlos und kostenlos verfügbar.
Abseits der größeren Städte ist die WLAN-Verfügbarkeit jedoch lückenhaft.
Kleidung:
Außerhalb der Hauptstadt Baku ist konservative Kleidung ratsam. Schultern und Knie sollten bedeckt sein (besonders beim Besuch religiöser Stätten).
Für die Sommermonate sollte man leichte, gut waschbare Sommerkleidung dabeihaben. Da die Bevölkerung Armeniens eher konservativ ist, sollte man auch im Sommer eher dezente Sommerkleidung wählen. Ansonsten ist Übergangskleidung und für die Winterzeit (speziell auch im Nordwesten) warme Kleidung erforderlich.
Klima:
Bedingt durch die unterschiedlichen geografischen Gegebenheiten herrscht unterschiedliches Lokalklima. In den Tälern und im Gebirgsvorland, dazu zählt auch Yerevan, herrscht trockenes Kontinentalklima. In dieser Gegend sind die Sommer mit Temperaturen bis 40°C heiß. Im Nordwesten des Landes ist mit winterlichen Tiefstwerten von -40°C zu rechnen. Das ganze Jahr über fällt nur wenig Niederschlag.
Beste Reisezeit:
April bis Juni und September bis Oktober.
Öffentliches Verhalten:
Zuneigungsbekundungen (wie Küssen) in der Öffentlichkeit werden als unschicklich empfunden.
LGBTI+: Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind zwar legal, werden aber gesellschaftlich nicht akzeptiert. In der Öffentlichkeit ist höchste Diskretion geboten.
Religion:
Etwa 94 Prozent der Bevölkerung gehören der Armenisch-Apostolischen Kirche an. Religiöse Minderheiten sind u.a. die Anhänger der Armenisch-Katholischen Kirche und Zeugen Jehovas.
Sicherheit in Yerevan:
Yerevan kann als eine der sichersten Städte der Welt betrachtet werden. Hier kann man spät abends und während der Nacht sicherer durch die Stadt laufen als in vielen Städten Europas während des Tages. Es hat den Anschein, als gäbe es in Yerevan keine Diebe und Räuber, oder man muss annehmen, sie sitzen alle ein. Tatsächlich ist die Kriminalitätsrate sehr niedrig. Ein Tourist kann sich hier genauso sicher fühlen wie ein Einheimischer.
Es ist sehr einfach, sich in der Stadt zurecht zu finden, auch wenn Sie das erste Mal hier sind, keinen Stadtplan dabeihaben oder wenn Sie keinen fragen können. Sicherlich ist diese Situation schwer denkbar, aber auch dann könnten Sie kaum innerhalb der Stadt verloren gehen. Die Stadt selbst ist nicht sehr groß, wenn man von den Außenbezirken und Vororten absieht. Die Stadtmitte wird von kreisförmigen Straßen abgegrenzt. Netzförmig liegen dann die zentralen Wege in dieser hufeisenförmigen Umfassung. Eine Hauptachse liegt zwischen der Oper und dem zentralen Platz der Republik. Ebenfalls vom Platz der Republik geht die historische Einkaufsstraße an der Oper und den Cafes vorbei weiter nach Norden.
Die Straßen sind voll von allen möglichen Transportmitteln: sogenannte Marshrutkas (Minibusse), Busse und natürlich Taxis. Im Innenstadtbereich kann man alles zu Fuß erreichen. Sollten Sie einmal vom Wege abgekommen sein, fragen Sie einfach eine Person in ihrer Nähe nach dem richtigen Weg. Seien Sie sicher, man wird Ihnen helfen und zur Not auch zu Ihrem gewünschten Ziel begleiten.
Souvenirs:
Souvenirs kauft man am besten auf dem Wochenendmarkt Vernissage. Hier hat man eine große Auswahl und kann immer etwas Nützliches, Schönes finden.
Sprache:
Die offizielle Landesprache ist Armenisch. Es gibt aber viele Personen, vor allem jedoch Jugendliche, die inzwischen Englisch sprechen. Französisch ist auch verbreitet, sowie Deutsch für viele aus der Schule., daneben spanisch bzw. italienisch. Bedingt durch die Geschichte ist Russisch eine Art zweite Muttersprache für die Mehrheit der Bevölkerung. Vielleicht gibt es Sprachprobleme in sehr abgelegenen Gebieten. Das sollte aber sehr selten sein. Man kann sagen, es gibt hier keine Sprachprobleme.
Strom, Stecker & Steckdosen:
Die Stromspannung ist wie in fast überall in Europa 220 Volt, 50 Hz.
Es werden Stecker der Typen C und F verwendet. Mitteleuropäische Reisende (auch aus Deutschland) können ihre Ladekabel und Geräte in der Regel problemlos und ohne Reiseadapter direkt nutzen.
Trinkgeld:
Es gibt Restaurants, da ist das Trinkgeld im Preis bereits enthalten (ca. 5 bis 7 %). Hier sollte kein Trinkgeld extra gezahlt werden. In den anderen Fällen wird empfohlen ein Trinkgeld von etwa 10 % zu geben.
Verkehr:
Der einzige wirkliche Nachteil, den Touristen in Yerevan sehen, ist der Straßenverkehr. Die Stadt ist für einen derartigen Verkehr nicht ausgelegt. Daher sind die Straßen der Stadt oft überlastet. Staus sind trotzdem ziemlich selten. Es ist daher einfacher und besser in der Innenstadt zu Fuß zu gehen.
Minibusse (Mashrutkas) sind zahlreich und immer unterwegs. Man hebt einfach bei der gewünschten Nummer die Hand, der Minibus hält an. Für den Touristen kann es trotzdem einfacher sein, mit dem Taxi zu fahren, die es zu Genüge in Yerevan gibt. Inzwischen sind Taximeter so verbreitet, dass sich Preisverhandlungen erübrigen.
Eine weitere preisgünstige Stadtverbindung ist die Metro, Zeichen M. Es führt nur eine Linie mit 10 Stationen durch die Stadt.
Zeit:
GMT + 4 Stunden (zur Europäischen Sommerzeit ist es also in Armenien 12:00 Uhr mittags, wenn es in München erst 10:00 Uhr vormittags ist. Zur Europäischen Normalzeit (Winterzeit) ist es in Armenien 13:00 Uhr, wenn es in München erst 10:00 Uhr vormittags ist.
Ein paar armenische Wörter:
Hallo – barev
Guten Tag – bari orh
Ja – ayo
Nein – votsh
Danke – schnorhakalutyun
Bitte – khndrem
Entschuldigung – neerhorutjun
Es tut mir leid – tsvum em
Ich heiße – im anunae
0 – tsrho
1 – meek
2 – eerhku
3 – eerheekh
4 – tshorhss
5 – hing
6 – veets
7 – jodt
8 – udt
9 – inae
10 – tass
Lage und Politik:
Dort, wo Europa und Asien aufeinandertreffen, liegt der Staat Armenien. Er befindet sich zwischen Georgien, Aserbaidschan, dem Iran und der Türkei. Armenien ist eine Republik: Das Parlament, die Nationalversammlung, wird alle vier Jahre neu gewählt. Armenien ist kein Land der Europäischen Union (EU).
Ausflug in die Geschichte:
Armenien liegt im Hochland der Ararat-Berge. Die Beweise über die Armenier und das armenische Königreich reichen bis in die Antike zurück. Bereits seit 860 v. Chr. bestand das Königreich Van, das zu den mächtigsten Staaten der Antike gehörte. Im 1. Jahrhundert v. Chr. erreichte das Königreich Armenien unter Tigranes dem Großen seinen Höhepunkt auf einer Fläche von etwa 300 000 km². Armenien war der erste Staat der Welt, der das Christentum im Jahr 301 n. Chr. als offizielle Religion annahm. Im Jahr 405 schuf Mesrop Mashtots das armenische Alphabet. Das alte armenische Königreich wurde im frühen 5. Jahrhundert zwischen dem byzantinischen und dem sassanidischen Reich aufgeteilt. Später im 7. Jahrhundert wurde Armenien von den Arabern besetzt. Unter der Bagratuni-Dynastie wurde das armenische Königreich dann im 9. Jahrhundert wiederhergestellt. Aufgrund der Kriege gegen die Byzantiner fiel das Königreich im Jahr 1045 und Armenien wurde bald darauf von den Seldschuken eingenommen. Ein armenisches Fürstentum und später das Königreich Cilician Armenien lag zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert an der Mittelmeerküste. Es war das letzte armenische Königreich.
Zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert wurden Ostarmenien und Westarmenien abwechselnd von den Osmanen und den Persern regiert. Im 19. Jahrhundert wurde Ostarmenien vom russischen Reich erobert, während der größte Teil des westlichen Teils unter osmanischer Herrschaft blieb. Während des Ersten Weltkrieges wurden Armenier, die im Osmanischen Reich lebten, systematisch ausgerottet. 1915 wurden mehr als 1,5 Millionen Armenier im Genozid getötet. Nach der Russischen Revolution erklärten 1918 alle nichtrussischen Länder ihre Unabhängigkeit vom russischen Reich, was zur Gründung der Ersten Republik Armenien führte. Bis 1920 wurde der Staat in die Transkaukasische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik aufgenommen und 1922 Gründungsmitglied der Sowjetunion. 1936 wurde der transkaukasische Staat aufgelöst und verwandelte seine Mitgliedsstaaten, darunter die armenische Sozialistische Sowjetrepublik, in Unionsrepubliken. Die moderne Republik Armenien wurde 1991 während der Auflösung der Sowjetunion unabhängig.
Yerevan (früher Eriwan) ist die Hauptstadt und größte Stadt Armeniens und eine der ältesten ununterbrochenen bewohnten Städte der Welt. Yerevan ist seit der Unabhängigkeit der Ersten Republik im Jahr 1918 die Hauptstadt Armeniens. Als Armenien eine Republik der Sowjetunion wurde, blieb Yerevan Hauptstadt. Mit der Unabhängigkeit Armeniens setzte Yerevan 1991 seinen Status als politisches und kulturelles Zentrum des Landes fort und beherbergt alle nationalen Institutionen: das Regierungsgebäude, das Parlament, Ministerien, den Präsidentenpalast, das Verfassungsgericht, die Justizbehörden und andere öffentliche Organisationen.
Jerewan liegt am Fluss Hrazdan und ist das administrative, kulturelle und industrielle Zentrum des Landes. Der Generalplan von Yerevan wurde vom Architekten Aleksander Tamanyan entworfen. Die Lage von Yerevan ermöglicht einen wundervollen Blick auf den biblischen Berg Ararat, da die Stadt am Fuße des Berges liegt, der die Form eines römischen Amphitheaters bildet. In Yerevan gibt es eine Vielzahl von Museen, Kunstgalerien und Bibliotheken. Yerevan gehört zu den 10 sichersten Städten der Welt und verfügt über ein umfangreiches Nachtleben mit einer Vielzahl von Nachtclubs, Veranstaltungsorten, Fußgängerzonen, Straßencafés, Jazzcafés, Teehäusern, Casinos, Pubs, Karaoke-Clubs und Restaurants.